Der Ofen, die Salzglasur und der Brand

Das Steinzeug wird traditionell mit einer Salzglasur gebrannt.

Das Rohprodukt muss für den Brennvorgang bestens vorbereitet sein, um ein möglichst hochwertiges und gleichmäßig gebranntes Endprodukt zu erhalten. Es bedarf besonders hochwertigem Ton, einer geschulten Hand des Töpfers und der Bemalerinnen sowie der perfekten Temperatur und Dauer des Trocknungsvorgangs. Wenn sich bei diesen vorgelagerten Prozessen nur kleinste Fehler einschleichen, kann dies verheerende Auswirkungen auf den Brand haben. Das Steinzeug kann in diesem Fall platzen, fleckig oder auch mit einer verlaufenen Glasur aus dem Ofen kommen.

Die Salzglasur

Die Salzglasur ist eine „Anflugglasur“ , dies bedeutet, sie wird nicht wie jede andere Glasur vor dem Brand aufgetragen, sondern entsteht während des Brandes. Um ein gutes Ergebnis der Salzglasur zu erhalten, muss der verwendete Ton sehr hochwertig sein, die Brenntemperatur sehr hoch sein und das Salz in der richtigen Menge sowie zum richtigen Zeitpunkt zugegeben werden.

Unsere Bembel werden seit Generationen nach den alten Familientraditionen gebrannt und enden in einem Produkt mit mehr als 100 Jahren Erfahrung in der Produktion, welches bald bei Ihnen zu Hause stehen könnte.

Der Brand

Im Ofen wird bei offener Flamme in einem Sauerstoff reduzierten Umfeld zwischen 1200 c° und 1320 c° gebrannt, dies führt zu sehr „dicht“ gebrannten und Wasser undurchlässigen Steinzeugprodukten. Bei diesen hohen Temperaturen zerspringt das zugegebene Salz aufgrund des eingeschlossenen Wassers. Die dabei entstehenden Natrondämpfe setzen sich auf den Gefäßen ab und verbinden sich mit dem im Ton vorhandenen Quarz zu einem Natron-Aluminium-Silikat, der Salzglasur.

Der Brennvorgang dauert relativ lange und benötigt langjährige Erfahrung. Der Ofen wird in 12 Stunden auf über 1280 c° erhitzt und dann nach Zugabe des Salzes auf 400 c° in 5 Stunden sturzgekühlt.

0
    0
    Warenkorb
    Ihr Warenkorb ist leer